Am Mittwoch, den 11.02.26 besuchten die drei Englisch-Leistungskurse der KS1 eine Vorstellung von Shakespeares „Hamlet“ im Staatstheater Stuttgart. Obwohl man das Stück im Rahmen einer Shakespeare-Einheit im Unterricht bereits vorbereitet hatte, wurde während der dreistündigen Aufführung den Wenigsten langweilig: Eine moderne Inszenierung des Weltklassikers legte einen besonderen Fokus auf die Themen der Überwachung und Verruchtheit. So filmten Kameras das Geschehen auf der Bühne aus wechselnden Perspektiven und projizierten dies an eine große Leinwand; die Figuren stehen unter stetiger Überwachung. Bilder von zerstörten Häusern und Städten, große Mengen von Rindenmulch und nicht zuletzt Rock- Einlagen wie „Hells Bells“ von AC/DC machen den moralischen, politischen sowie natürlichen Verfall sehr deutlich.
Für eine Debatte im Kurs sorgte eine fehlende Ernsthaftigkeit der Inszenierung gegenüber den existenziellen Fragen des Stückes: Der Stuttgarter „Hamlet“ ist einer der lustigsten und nutzt häufig Sarkasmus, Ironie und Stilbrüche – eines der eindrücklichsten Beispiele ist Hamlet, welcher in seinem Wahnsinn die Titelmelodie von „Bibi und Tina“ singt. Auch wenn das Stück dadurch sehr unterhaltsam und kurzweilig wird, bleibt dennoch die Frage, ob dies der philosophischen Tiefe des Stückes gerecht wird.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Begleitlehrkräfte und das Team des Staatstheaters Stuttgart für das Ermöglichen dieses schönen Theaterabends.
Florian Funk
