Am 17. Juni 2026 trauten die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 ihren Augen kaum: Der Oberstufenraum war kaum wiederzuerkennen. Wo sonst graue Wände den Schulalltag dominieren, rollte an diesem Morgen ein roter Teppich den roten Faden für den Tag aus. Herzluftballons, warme Dunkelrottöne und chillige Beats verwandelten den Raum in eine einladende Lounge, in der alle Jugendlichen beim Eintreffen warmherzig und persönlich begrüßt wurden.
Einen Vormittag lang sollte sich alles um sie und ihre ganz persönliche Zukunftsplanung drehen. Gemeinsam mit den „Mutmachern“ – einem Team junger Seminartrainer des preisgekrönten Karlsruher Bildungs-Start-ups MEIN MUTIGER WEG – gingen die Jugendlichen der zentralen Frage nach: „Was willst du eigentlich einmal werden?“
Der zertifizierte Bildungsträger bereist ganz Deutschland, um Schulen mit einem frischen, schülerorientierten Konzept zu bereichern. Dabei verknüpfen die begeisterungsfähigen Coaches klassische Elemente der Berufsorientierung geschickt mit Persönlichkeitsentwicklung und Positiver Psychologie. Das Ziel: Jugendliche zu ermutigen, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen, ambitionierte Zukunftspläne zu schmieden und vor allem Selbstvertrauen aufzubauen. Seminartrainer Patrick brachte es auf den Punkt: „Die Arbeit an der eigenen Zukunft soll Freude machen, keine Angst.“
Zusammen mit seinem Kollegen Jonathan bewies er eindrücklich, dass Berufsorientierung weder trocken noch einseitig sein muss. Dank einer dynamischen Mischung aus interaktiven Vorträgen, gemeinsamen „Energizern“ zur Auflockerung und individueller Arbeit im Seminar-Workbook entstand eine wertschätzende und inspirierende Lernatmosphäre.
Im Laufe der Veranstaltung erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler einen konkreten Fünf-Schritte-Plan für ihren eigenen, ganz individuellen Weg. Sie lernten ihre persönlichen Stärken sowie wichtige Entscheidungskriterien kennen und erfuhren, wie sie mentale Hürden oder Ängste abbauen können.
Das Team von MEIN MUTIGER WEG möchte die Jugendlichen gezielt auf das „echte Leben“ vorbereiten und dem spürbaren Leistungs- und Entscheidungsdruck entgegenwirken. Mit spürbarer Leidenschaft machten die Trainer deutlich, welche positive Energie freigesetzt wird, wenn man den Mut aufbringt, den eigenen Talenten zu folgen, anstatt bloß die Erwartungen anderer zu erfüllen. Da die Coaches aus eigener Erfahrung wissen, wie orientierungslos man sich nach dem Abitur fühlen kann, teilten sie diese persönlichen Geschichten offen mit der Kursstufe.
„Ich glaube, wir können die Schülerinnen und Schüler gut erreichen, weil wir genau wissen, wie schwer es heutzutage ist, einen Beruf zu finden, der wirklich zu den eigenen Stärken passt“, erklärt Pascal Keller, Gründer und Geschäftsführer des Start-ups.
Wertvolle Unterstützung erhielten die Mutmacher an diesem Tag von Frau Laurenzia Gaeta aus dem Personal- und Ausbildungsmanagement der Volksbank Stuttgart. Sie gab gemeinsam mit zwei Auszubildenden praxisnahe Einblicke in Bewerbungsverfahren und Ausbildungsmöglichkeiten. Ebenso bereicherte Herr Dreger, unser Studien- und Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit, das Seminar mit seiner Expertise.
Das Fazit des Tages: Mut ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Die Schülerinnen und Schüler der KS1 des Solitude-Gymnasiums gehen nun mit gestärktem Rückenwind und vielen praktischen Impulsen in ihren Alltag. Eines steht fest: Mut tut nicht nur gut – er verändert auch den Umgang miteinander und den Blick auf die eigene Zukunft. Ein herzliches Dankeschön an das Team der Mutmacher und alle Beteiligten für diesen inspirierenden Tag. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten gemeinsamen Projekte!
Tanja Braun, BOGY-Beauftragte
