An einem Dienstagnachmittag war es soweit. Unser versiertes Aktmodell Blanka stand vor der Tür des Werkraums, die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Bildende Kunst (KS 1) drängten sich etwas verschämt und nervös an ihr vorbei an ihre Plätze.
Zeichnen und Malen können sie bereits sehr gut – aber von einem Aktmodell, das während des Zeichnens Anweisungen gibt – damit hatten sie noch keine Erfahrung gemacht.
Dabei ist das Zeichnen nach menschlichem Modell auf vielfältige Weise beeindruckend, fördert die Konzentrationsfähigkeit, schult die Wahrnehmung und bietet die Möglichkeit intuitiver Erkenntnisse über Formzusammenhänge und Statik. Das Studieren des menschlichen Körpers ist seit etwa zweieinhalbtausend Jahren eine der wichtigsten Lehren und Grundlage unserer Kultur.
Sehr schnell gewöhnte sich der Kurs an das Aktzeichnen. Der schwierigste Moment ist, wenn das Modell seine Kleider ablegt. Dann wird jedoch einfach mit der Arbeit angefangen und die Nervosität legt sich. Nach schnellen Skizzen mit Bleistift und Wachskreiden in der ersten Session folgten längere Arbeiten mit Kohle und Pastellkreide.
Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung des Schulvereins, ohne die wir die Aktion Aktzeichnen nicht stemmen könnten.
Ahi
